1996-10-16 / Fränkische Nachrichten, Tauber-Zeitung, Main-Post

CHRIS

Neues aus Entenhausen - Daniel Veith zeigt Bilder und Zeichnungen

Ausstellung in der Volksbank Tauber eröffnet

Mit zweieinhalb Jahren zeichnete er die erste Ente, nachdem sein Vater ihn aus Mickey-Maus-Heften vorgelesen hatte. Und als er viereinhalb Lenze zahlte, zeichnete er erstmals Donald Duck und seine Neffen. Die Rede ist von dem heute 15jahrigen Daniel Veith aus Tauberbischofsheim, der sich der Comicfigur Donald Duck verschrieben hat, sie in zahlreichen Exponaten mit Leben erfüllt, und es versteht, sich in die Welt Donald Ducks in Entenhausen hineinzuversetzen.

Jetzt bietet die Volksbank einer breiten Öffentlichkeit Zugang zu den Bildern und Zeichnungen, die aus Feder und Pinsel Daniels Veith stammen. Bei der Ausstellungseröffnung sprach Bankdirektor Diethard Schwarz von "einem Nachwuchskünstler", der vor zwei Jahren auch die Comicfigur Detlef erfunden hat, die ebenfalls in der Ausstellung zu sehen ist.

Die Ausstellung "Dona1d Duck und Detlef", so Schwarz, der Daniel als "ein donaldistisches Wunderkind" apostrophiert, werde sicherlich viele Jugendliche und Erwachsene, die jung geblieben sind, ansprechen. In seinem Begrüßungswort erwähnte Schwarz die Heimat Donald Ducks, nämlich Entenhausen, ein Ort in Amerika. Entenhausen sei ein Forschungsobjekt kleiner und großer Wissenschaftler, die sich Donaldisten nennen.

Daniel Veith wurde nicht nur so einfach vor sich hin im Hause seiner Eltern zeichnen, er habe Kontakt mit dem bedeutenden Disney-Zeichner Don Rosa in Kentucky und sei Mitglied der Organisation D.O.N.A.L.D. (Deutsche Organisation nichtkommerzieller Anhänger des lauteren Donaldismus). Über 500 Mitglieder, meist Akademiker, hatten sich in diesem Verein zusammengefunden, der das Leben in Entenhausen untersucht.

In einem Vortrag, den der Ehrenpräsident dieser Organisation, Andreas Platthaus - eigens aus Leipzig an die Tauber angereist - hielt, wurde betont, dass Ziel dieser Organisation die Pflege, Förderung und Verbreitung donaldistischen Gedankengutes sei. In seinem Vortrag brachte er den Ausstellungsbesuchern die Geschichte des Donaldismus und die zeichnerischen Elemente dieser Comicfigur nahe. Auch das Leben in Entenhausen charakterisierte Platthaus, wie später auch Daniel Veith, die weltbekannte Figur des Donald Ducks. Leider, so bedauerte Platthaus, habe die Organisation noch nicht die entsprechende Anerkennung gefunden.

Auch Daniel Veith meldete sich zu Wort, berichtete über die Forschungsarbeit und stellte Entenhausen an der Westküste Amerikas den interessierten Zuhörern vor. Er verstand es sehr gut, die politische, geographische und gesellschaftliche Struktur Entenhausens zu charakterisieren.

Und für alle Besucher hatte, der Ausstellungseröffnung entsprechend, Direktor Schwarz ein Schmankerl bereit: eine Ente aus Hefeteig, "mit einem Auge und einem Schwänzchen".

FOTO: Daniel Veith (Mitte) stellt seine Exponate in der Volksbank aus. Aus Leipzig war der Journalist und Donald-Duck-Experte Andreas Platthaus (links) angereist gekommen. Direktor Schwarz (rechts) eröffnete die Ausstellung.

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Lebenslauf Daniel Veith

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