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2008-10-21 / Fränkische
Nachrichten
NORBERT SEYBOLD
Kosmopolit
aus Leidenschaft
Vortrag morgen abend: Daniel Veith
spricht in Tauberbischofsheim
Der gebürtige Tauberbischofsheimer Daniel Veith spricht am
morgigen Mittwoch um 20 Uhr in der Aula des Tauberbischofsheimer
Matthias-Grünewald-Gymnasiums über den
Kulturvergleich zwischen der Iberischen Halbinsel und
Südamerika. In seinem Vortrag "Warum Salamanca auch 'latino'
ist" nimmt er seine Zuhörer mit auf ethnographische
Streifzüge durch Spanien und Iberoamerika.
Mit seinen gerade mal 28 Jahren ist Veith, der in Bad Mergentheim
geboren wurde, ein Kosmopolit aus Leidenschaft. Und ein blitzgescheiter
noch dazu. Er beherrscht Deutsch, Englisch, Spanisch, Portugiesisch,
Italienisch und Französisch, lernte Latein und
beschäftigt sich mit Niederländisch, Katalanisch und
Arabisch. Sein besonderes Interesse gilt der Archäologie, der
Geschichte, Philosophie, Psychologie, Soziologie, Ethnologie und
Architektur. Seit Januar 2007 ist er Professor/Lektor an der Abteilung
für Germanistik der Philologischen Fakultät der
Universität Salamanca. Dies wurde möglich durch ein
Austauschprogramm zwischen der Uni Würzburg und der Uni
Salamanca.
Außerdem hat er einen Lehrauftrag an der Universität
Salamanca: Sprachkurse, Grammatik- und Linguistikseminare für
Studenten der Deutschen Philologie, für Deutsch als zweite
Fremdsprache im Rahmen eines Sprachenstudiums sowie für
Studenten geisteswissenschaftlicher Studiengänge. Mit einem
Kollegen, der früher in Würzburg war und jetzt in
Salamanca Professor ist, gründete er die
sprachwissenschaftliche Zeitschrift "Mikroglottika". Diese Zeitschrift,
die zuerst im Internet publiziert wurde (www.mikroglottika.com)
wandelten sie eine Buchreihe um, die im renommierten internationalen
Wissenschaftsverlag Peter Lang erscheint. Daneben gründete er
einen Kulturverein, der sich für die Verbreitung
linguistischer Kenntnisse einsetzt.
Veith entwickelte eine eigene Methode des Deutschlernens.
Darüber hinaus arbeitet er im Redaktionsausschuss einer
Philosophischen Zeitschrift und plant Kongresse zu Minderheitensprachen
und zur deutschen Stilistik. Seine Forschungsprojekte sind die
Sprachkontaktforschung sowie ethnographisch-soziolinguistische Studien
zum Kulturvergleich der Iberischen Halbinsel und Lateinamerikas. Seit
einem Jahr schreibt er die Kolumne "Latino, Latino" im Stern (stern
blogs) über Südamerika, daneben arbeitet er
für die FAZ.
Nach dem Vortrag morgen folgt noch ein Auftritt am Donnerstag um 20 Uhr
im Würzburger Falkenhaus.
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