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2003-01-20
/ Fränkische Nachrichten
HEIKE VON BRANDENSTEIN
Junger
Mann mit vielen Talenten
Besonderes Stipendium für Daniel Veith / Förderung
von begabten und hochqualifizierten Studenten
Eine geradezu unbändige Neugier und Wissensdurst zeichnen ihn
aus. Hinzu kommen noch eine gehörige Portion Ehrgeiz und
natürlich Talente wie Sprachen, Zeichnen oder Fotografieren.
Von Daniel Veith ist die Rede, der in der Kreisstadt jüngst
einen Diavortrag von seiner Reise ans Ende der Welt, nach Patagonien,
gezeigt hat. Nun bekam er noch ein "Geschenk" der besonderen Art: Auch
eine Reise, aber die nur bis fast ans Ende der Welt.
Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD) heißt die
gemeinsame Einrichtung deutscher Hochschulen mit Sitz in Bonn, von der
Daniel Veith Post erhielt. Um ein Stipendium hatte sich der
22-jährige dort beworben. Vergeben werden solche vom DAAD
für besonders begabte und hochqualifizierte in- und
ausländische Studenten.
Und Daniel Veith hat so eines bekommen. Der junge Mann hat gerade mal
sein drittes Semester an der Würzburger Uni in den
Fächern Romanistik, Germanistik und Kunstgeschichte absolviert
und schon alle Scheine in der Tasche. Nein, nicht etwa nur die bis zur
Zwischen-, sondern die bis zur Abschlussprüfung. Besonders
begabt dürfte also hinkommen. Um sich aber wirklich hoch zu
qualifizieren, benötigt er ein Auslandsstudium.
An die Universität von Santiago de Chile soll es gehen. In der
Stadt war Daniel Veith zwar schon mal, aber nun erhofft er sich eine
andere als "die verklärte Touri-Sicht", wie er sagt. Land und
Leute will erkennen lernen, in einem Studentenwohnheim wohnen und
natürlich noch mehr erfahren über Sprache und
Dialekte. Ziel ist es, einen Abstecher nach Argentinien zu unternehmen.
Über einen Dialekt namens Cocoliche, den eingewanderte
Italiener am Rio de la Plata pflegen, geht es ihm. Darüber hat
er bereits eine Hauptseminararbeit geschrieben, die er zu einer
Magisterarbeit ausbauen möchte.
Flug, Studiengebühren und 450 Euro im Monat zahlt der DAAD.
"Damit kann ich sicher ganz gut leben", meint Veith. Im Sommersemester
2003, im Februar also, soll es losgehen. Daniel Veith plant aber nicht
nur das eine Semester, sondern ein offenes Ende. Im Anschluss an die
Universitätsstudien will er nämlich noch ein wenig
reisen und "Feldforschung", wie er es nennt, betreiben.
Dass das Stipendium wirklich etwas Besonderes ist, belegt die Statistik
des DAAD. Gerade mal 36 Studenten ist im Jahr 2001 ein
Semesteraufenthalt in Südamerika gewährt worden. Eine
Sprecherin des DAAD: "So rasend viele sind das nicht."
Der Globus steht am Schreibtisch von Daniel
Veith. Dies zeugt natürlich auch von seinem
übergroßen Interesse für andere
Länder, andere Kulturen und andere Sprachen. Der junge und
vielseitig begabte Tauberbischofsheimer Student erhält nun ein
Stipendium für die Universität von Santiago de Chile.
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| Hier können Sie einen
ausführlichen Lebenslauf von Daniel Veith im PDF-Format
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