Deutsche Sprache und Kultur in Südamerika

Ähnliche Fragestellungen wie im Dissertationsprojekt verfolgt die Forschung zur deutschen Sprache und Kultur in Südamerika. Anhand einer gründlichen sprachsoziologischen Enquête unter deutschsprachigen Auswanderern soll die aktuelle Situation der deutschen Sprache in Südamerika erfasst werden, dies besonders im Hinblick auf die Frage, inwieweit deutsche Sprache und Kultur nach vielen Jahrzehnten in der fremdsprachigen Umgebung überlebt haben und in Zukunft noch überlebensfähig sind.

Für den ersten Teil der Studie – deutsche Sprache in portugiesischsprachigem Umfeld – wurde die über 500 km von São Paulo entfernte Stadt Rolândia im Süden Brasiliens als Beispiel herangezogen. Im Jahre 1932 als deutsche Kolonie gegründet, verzeichnet Rolândia heute nur noch eine etwa tausend Personen umfassende deutschstämmige Minderheitengemeinde. Die Feldforschung hierzu wurde im Oktober / November 2004 durchgeführt.

Eine zweite Untersuchung – deutsche Sprache in spanischsprachigem Umfeld – wird im stark deutsch geprägten Stadtteil Belgrano von Buenos Aires realisiert werden.

Beide Sprachkontaktsituationen (Deutsch – Portugiesisch / Deutsch – Spanisch) sollen am Ende verglichen werden, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede aufzuzeigen und – vielleicht auch im Hinblick auf die Ergebnisse der Dissertation – noch genauere Aussagen zum Überleben einer Migrantensprache im 21. Jahrhundert aufstellen zu können.

 
Zu Daniel Veiths Forschungsprojekten gehören:
Italienisch am Río de la Plata (Dissertation)
Deutsche Sprache und Kultur in Südamerika
Deutschkurs für Sprecher romanischer Sprachen
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